Die Rechtsschutzversicherung: Wofür schützt sie und für wen lohnt sie sich?

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GesetzesbücherWer einmal in die Lage gekommen ist, sich vor Gericht verantworten zu müssen, wird sie kennen. Die Frage, ob Kosten auf einen zukommen werden und wenn ja, wie hoch diese ausfallen. Oftmals wird der Gang zum Rechtsanwalt aus Angst vor zu hohen Honoraren gescheut. Dies ist auch nicht ganz unbegründet, jedoch ist die Vergütung von Rechtsanwälten – entgegen der allgemeinen Meinung – durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz geregelt. Dieses lässt dem Anwalt nur wenig Spielraum bei der Berechnung seiner Vergütung und macht sie für den Mandanten transparenter. Wer dennoch Angst vor zu hohen Kosten hat, für den ist eine Rechtsschutzversicherung interessant, welche im Normalfall alle anfallenden Kosten trägt.
 
Wie funktioniert die Rechtsschutzversicherung?
 
Eine Rechtsschutzversicherung funktioniert zunächst wie jede andere Versicherung auch. Der Versicherte zahlt monatlich bzw. jährlich Gebühren an die Versicherung, welche ihm im Schadensfall gewisse Kosten ersetzt. Wann genau der Rechtsschutz gilt und welche maximale Summe abgedeckt ist, hängt dabei vom jeweiligen Fall ab. So gibt es für nahezu alle Bereiche des Lebens die passende Möglichkeit des Rechtsschutzes. Am häufigsten werden Versicherungen zum Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnrechtsschutz abgeschlossen. Um sicherzugehen, dass alle relevanten Gebiete dabei abgedeckt sind, empfiehlt es sich vor Abschluss der Versicherung den Vertrag genau zu lesen, da sich die Versicherer in manchen Fällen vorbehalten, nichts zu zahlen. Diese müssen jedoch im Vertrag schriftlich festgehalten werden und können somit nachgelesen werden.
 
Im Falle eines Gerichtsverfahrens werden sämtliche anfallenden Kosten, wie Anwaltsgebühren, Sachverständigenhonorare, Gerichtskosten sowie die Kosten des Gegners, sofern diese übernommen werden müssen, durch die Versicherung gezahlt. Bei manchen Versicherungen gibt es hierbei eine maximale Deckungssumme, welche sich jedoch nahezu immer auf mindestens 300.000 Euro pro Rechtsschutzfall beläuft. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Rechtsschutz nur greift, wenn die Versicherung mindestens drei Monate vor der ersten Inanspruchnahme abgeschlossen wurde.


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